Wien ist einfach zauberhaft und so mancher wird immer wiederkommen um den charmanten „Wiener-Schmäh“ im Kaffeehaus zu erleben, in Kultur zu schwelgen, die berühmten highlights wie Schloss Schönbrunn (oben) zu bewundern,Wiener Schnitzel und Kaiserschmarren zugenießen und in einem Hotel aus der guten alten Zeit oder in hochmoderner Manier zu übernachten

Doch zuerst gilt es die Hofburg, den Stephansdom, die Hofreitschule, den Vergnügungspark Prater, die Oper, das Sisi-Museum zu besuchen, eine Fahrt im Fiaker zu unternehmen …

In der Hofreitschule gibt es ab 16 Euro eine Eintrittskarte für das Training, die Aufführung kostet knapp 33 Euro. Im Kursalon können Sie Konzerte -auch mit Diner- erleben und in der Hofburg z.B. die Kaiserliche Schatzkammer bewundern. Sisi-Fans lernen bei einem Rundgang das Leben der Kaiserin und die ehemaligen Kaiserappartements kennen und der eine oder andere wird auch eine Fahrt auf der Donau -z.B. ganz romantisch am Abend mit Diner- unternehmen.

 

Auch Wiens Museen haben viel zu bieten. Große Meister -von Tizian bis Klimt und Schiele- und andere weltberühmte Kunstwerke warten auf Besucher, nicht nur im Kunst-Museum Albertina in der Innenstadt. Eine der Ausstellungen, die gerade dort stattfindet: Monet bis Picasso – Die Sammlung Batliner.
Für Fans von Gustav Klimt: Seine „Dame mit Fächer“ und weitere Spätwerke gibt es noch bis Februar im Museum Belvedere, einem der führenden Museen weltweit.
Letztes highlight: Das Kunsthistorische Museum erinnert an seine feierliche Eröffnung vor 130 Jahren durch Kaiser Franz Joseph I (17. 10. 1891) und feiert ab 5.10. mit einer großen Ausstellung den venezianischen Maler Tizian.

Den Naschmarkt finden Sie im 6. Wiener Gemeindebezirk

Hans Figlmüller sen.

Wie wäre es danach mit einem Bummel über den großartigen Naschmarkt (li.)? Er befindet sich an der Wienzeile zwischen Kettenbrücke und Karlsplatz. Hier gibt es vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang Obst, Gemüse, Gewürze, Fisch, Fleisch, Käse und Delikatessen aus Österreich und aller Welt. Natürlich kann man vieles vor Ort verkosten, der Markt umfasst über 120 Stände und Lokale.

Lieber gemütlich in einem echt Wiener Restaurant den Tag ausklingen lassen? Da empfiehlt sich doch der Figlmüller (re.)

 

 

 

 

Die Wiener Küche
173 Seiten, viele Fotos, Schritt für Schritt Anleitungen
Pichler Verlag, 25 Euro

„Schlendert man heute durch die Bäckerstraße, eine der ältesten Straßen Wiens und Teil des noch mittelalterlich geprägten Stadtkerns, fällt einem zwangsläufig die Menschenschlange auf die sich da vor der Hausnummer 6 bildet“ – so steht es im Kochbuch (li.) der Familie, die dieses Traditonsrestaurant (re.) in vierter Generation seit 1905 führt. Johann Figlmüller eröffnete damals ein kleines Weinhaus in der Wollzeile hinter dem Stephansdom, in dem man gut essen und trinken, schwatzen und feiern konnte und so ist es bis heute geblieben.
Seniorchef Hans Figlmüller (oben re.) machte das berühmte Schnitzel -aus bestem Schweinefleisch- international bekannt. Seine Söhne Hans jun. und Thomas führen die Traditon fort – bieten heute auch ein veganes Wiener Schnitzel und vegetarische Speisen an. In ihren weiteren Restaurants kommen auch moderne Genießer auf ihre Kosten. Mehr dazu im lesenswerten Buch, das Freunde der österreichischen Küche sicher öfter zur Hand nehmen.

Zurück zu den Fleisch-Fans und zum Schnitzel: Beim Figlmüller reicht es bis über den Tellerrand, ist rund 30 cm groß, zart, saftig, resch paniert und aus bestem Schweinefleisch. 250 g davon werden hauchdünn geklopft, paniert, gebacken, serviert. Natürlich gibt´s bei Figlmüller auch Wiener Schnitzel vom Kalb und viel anderes, typisch Österreiches. Aber probieren Sie doch mal selbst das berühmte Original.

 

 

Das echte Figlmüller Schnitzel

Figlmüller Schnitzel

2 Schweineschnitzel (à ca. 240 g, vorzugsweise aus dem Rücken) zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legen und gleichmäßig auf 3-4 mm plattieren.
Drei Teller vorbereiten, auf einen 100 g griffiges Mehl geben, auf dem zweiten 2 Eier verquirlen, auf dem letzten 100 g Semmelbrösel verteilen. Die Schnitzel beidseitig salzen, im Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen, durch das Ei ziehen, abtropfen lassen, in den Semmelbröseln wenden. Schnell hintereinander lückenlos panieren – je schneller man vorgeht, desto besser gelingt die Panade.
Die Figlmüller-Methode sieht weiter vor: Drei Pfannen mit reichlich Öl (insgesamt ca. 500 ml) füllen. Die erste auf 185 Grad, die zweite auf 180 Grad, die dritte auf 185 Grad erhitzen (Thermometer verwenden!) Nach jeweils 10 Sekunden kommt das Schnitzel in die nächste Pfanne. Wichtig: Die Schnitzel müssen im Fett schwimmen, die Pfannen beim braten ein wenig rütteln, damit die Schnitzel in Bewegung bleiben und das Fett darüberschwappt. So bildet sich die wellige Panade. Dann mit zwei Löffeln herausnehmen, nicht ins Fleisch stechen! Gründlich mit Küchenkrepp abtupfen und mit einer Zitronenspalte servieren.
Dazu schmeckt Kartoffel-Feldsalat (Rezept im Buch).

Noch etwas typisch Österreichisches zum Dessert? Wie wärs mit dem

Figlmüller Kaiserschmarrn
Dazu den Backofen auf 200 Grad vorheizen.
4 Eier trennen. 100 g Mehl mit 250 ml Milch, 1 TL Vanillezucker, 1 Pr. Salz mit dem Schneebesen glatt rühren, dann die Eigelbe zugeben.
Die Eiweiße mit 40 g Zucker zu einem cremig-steifen Schnee schlagen, vorsichtig unterheben. 20 g in Rum eingelegte Rosinen gut ausdrücken.

In einer ofenfesten Pfanne 40 g Butter erhitzen, den Teig einfließen lassen, mit den Rosinen bedecken, in den Ofen schieben und 8 Minuten backen. Dann vierteln, wenden und in ca. 4 Minuten fertig backen.
Aus dem Ofen nehmen, mit zwei Gabeln zerreißen, mit Puderzucker bestreuen und auf dem Herd bei mittlerer Hitze unter Rühren karamellisieren. Mit Puderzucker bestreut servieren.
Dazu schmeckt ein Zwetschgenröster (Rezept im Buch).

 

Nach einem erlebnisreichen Tag mit gutem Essen in Wien fehlt nur noch ein schönes Hotel

Die Bar mit Alt-Wiener Flair

Übernachtungs-Tipp: Im 4-Sterne-Hotel Kaiserhof  in Wiens Innenstadt umgibt Sie der Charme, der die Stadt zur Jahrhundertwende geprägt hat. Das 1896 gegründete Hotel liegt in der Nähe der klassischen Sehenswürdigkeiten – Stephansdom, Oper … und vermittelt die Lebensfreude des alten Wien, als sich Geschäftsleute, Künstler, Wissenschaftler und Verliebte aus allen Teilen der Monarchie und Europas hier trafen, um die Lebenslust bei Bällen, Soireen, Konzerten zu feiern. Heuer feiert der Kaiserhof seinen 125. Geburtstag und lädt seine Besucher ein, auf diese langjährige Tradition anzustoßen. Info, Preise hier

Die Lounge im Hotel Motel One am Wiener Hauptbahnhof

Sie wohnen lieber modern? In Wien gibt es 4 Hotels der Budget Design Hotels ModelOne, links sehen Sie die Lounge am Hauptbahnhof.

„Wien trifft Paris“:  Im Hotel Motto verbindet sich Pariser Flair der 1920er mit modernem Wiener Lebensgefühl und skandinavischer Gemütlichkeit.

Die Superbude (Nähe Prater) vereint sehr leger „Hotel Komfort, Hostel Vibe und Home Feeling“

Ein Boutique-Hotel mit Hostel Charme ist das Zoku Vienna – perfekt für alle, die Begegnungen mit anderen Hotelgästen mögen und gerne in der Living Kitchen zusammen an einer großen Tafel sitzen.

 

Fotos Wien: Schloss Schönbrunn/Naschmarkt-Wien-Tourismus-Peter-Rigaud – Riesenrad-Wien-Tourismus-Paul-Bauer
Fotos Hotels: Hotel Kaiserhof Wien – Motel_One_Wien-Hauptbahnhof_lounge
Fotos Buch: Lukas Lorenz – Rezepte: Buch
Text: dmod