Reise-Tipp für Schoko-Fans: Die Schweiz gehört zu den ersten Ländern, in denen Schokolade hergestellt wurde – und zwar schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Hier wurde die Milchschokolade erfunden, zahlreiche Spezialitäten folgten und folgen bis heute

Große Auswahl im store der Schokoladenfabrik in Bilten – ganz rechts leckere „FrischSchoggi“

Adventskalender und vieles mehr sind im online shop zu bestellen

1961 gründete Chocolatier Rudolf Läderach seine gleichnamige Confiserie, die heute in Bilden (Kanton Glarus) zuhause ist. Er ist Erfinder der dünnwandigen Schoko-Kugeln, die mit feiner Füllung die Zugen erfreut. Sein  Sohn Jürg liebt es, einzigartige Schokoladenkreationen zu schaffen. Bei einem Besuch im shop der Schokoladenfabrik sollten Sie sich auch von einer der „FrischSchoggi“ Tafeln ein Stück ihrer Wahl abbrechen lassen. Inzwischen ist auch schon die 3. Generation am Werk. Elias Läderach hat sich 2018 den Titel World Chocolate Master erworben, siegte über 19 internationale Konkurrenten, beeindruckte die Jury besonders mit seinen Kreationen Masters Tablet Caramel und Masters Bonbon Mandarine. Beide können Sie in allen Läderach Chocolaterien kaufen oder auch -wie die aktuelle Weihnachtskollektion mit Adventskalendern und mehr- hier im shop
(versandkostenfrei ab 30 Euro) der Fabrik erwerben.

 

Noch viel mehr Schokolade aus der Schweiz

Schoggi, AT Verlag
Martina Meier, Alexander Kühn
144 S., 34 Euro

Wie am Beispiel von Läderach gezeigt: Die großen Schokoladen-Häuser haben Konkurrenz bekommen, es gibt zahlreiche „Chocolate Maker“ mit ganz eigenem Stil, die mit viel Herzblut am Werk sind.
Der Food-Journalist Alexander Kühn und die Fotografin Martina Meier waren in der Schweiz unterwegs, haben einige der Schokoladen-Macher besucht und festgestellt: All das sind Menschen, für die Schokolade Beruf und Berufung zugleich ist. Kühn und Meier lassen in ihrem Buch auch kreative Köpfe aus der Spitzengastronomie zu Wort kommen – und selbstverständlich gibt es für Sie zuhause köstliche Rezepte für Kuchen und Cremes, Heißes und Kaltes. Dazu finden Sie eine reich bebilderte Geschichte der Schokolade in der Schweiz sowie einen sensorischen Exkurs über Kakao-Aromen.

 

 

 

 

 

Unser Tipp: Süße Weihnacht mit Schokolade

Schoko-Konfekt
Zuerst einen 28×18 cm große Springform mit Backpapier belegen.
Keksboden: 100 g weiße Kuvertüre (z.B. von Dr. Oetker) grob hacken und mit 100 g Butter bei geringer Hitze schmelzen. 200 g Spekulatius in einen Gefrierbeutel geben, mit dem Teigroller sehr fein zerkleinern, dann alles gut mischen und auf dem Boden mit einem Löffel festdrücken. Im Kühlschrank festwerden lassen.
Schoko-Creme: 300g Edel-Kuvertüre grob zerkleinern, mit 100 g Butter und 2 TL Vanille-Extrakt bei schwacher Hitze unter Rühren schmelzen, gut verrühren, auf den Boden streichen und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank festwerden lassen. Dann die Platte herausnehmen, nach ca. 30 Minuten mit Kakao bestreuen und in Stücke (2×2 cm) schneiden.

 

 

 

Schokoladen-Torte

Teig: 150 g Zartbitter Kuvertüre 200 g Mehl 3 gestr. TL Backpulver 200 g Butter oder Margarine – 175 g Zucker 1 Päckchen Vanillezucker 5 Eier (M)Füllung: 350 g Himbeerkonfitürezum Überziehen: 200 g Vollmilch-Kuvertüre1 EL ÖL
Schoko-Blätter: ca. 15 große Blätter von z.B. Zitronenmelisse – 75 g Zartbitter-Kuvertüre
Einen Bogen Backpapier in die Springform (26 cm) einspannen und den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Teig: Die Kuvertüre schmelzen. Mehl, Backpulver mischen, mit allen restlichen Zutaten kurz auf niedrigster Stufe mit dem Handrührgerät verrühren, dann auf höchster Stufe ca. 2 Minuten glattrühren. In die Springform streichen, unten im Backofen ca. 50 Min. backen. Herausnehmen, vorsichtig vom Formrand lösen, auf einen mit Backpapier belegten Rost stürzen. Samt Backpapier erkalten lassen.
Füllung: Backpapier abziehen, den Boden zurückstürzen, zweimal waagerecht durchschneiden. Unteren Boden mit der Hälfte der Konfiüre bestreichen, mittleren Boden auflegen, mit Rest Konfitüre bestreichen, oberen Boden auflegen, vorsichtig andrücken.
Überziehen: Kuvertüre grob hacken, im Wasserbad bei kleiner Hitze schmelzen, mit dem Öl verrühren. Kuchen überziehen, Guss festwerden lassen.
Blätter: Die Blätter vorsichtig waschen, sehr gut trocken tupfen. Die Unterseiten mit der geschmolzenen, temperierten Kuvertüre bepinseln. Tipp: Nur bis zum Rand bepinseln, sonst lassen sich die Blätter später nicht lösen. Auf Backpapier fest werden lassen, evtl. nochmal mit Kuvertüre bepinseln. Nach Erstarren die Blätter abziehen, die Schokoblätter auf die Torte legen, evtl. mit Himbeeren verzieren.

Tipp: Was unterscheidet Kuvertüre von Schokolade?
Beide bestehen aus Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker. Kuvertüre ist aber fetthaltiger, sie muss mindestens 31% hochwertige Kakaobutter enthalten, Schokolade dagegen nur 18%. Durch den höheren Fettgehalt ist Kuvertüre nach dem Schmelzen flüssiger, lässt sich gleichmäßiger verarbeiten und ist somit zum Überziehen von Gebäck, Pralinen … geeignet.

Fotos: Läderach – Rezepte: Dr.Oetker – Buch: AT Verlag/Martina Meier
Text: dmod