München ist auch in Pandemie-Zeiten immer eine Reise wert. Das Oktoberfest musste abgesagt werden, aber jetzt gibt es den „Sommer in der Stadt“. Das open air Programm läuft noch bis 22. August, geboten ist vieles, zum Beispiel

Prosecco „Standl“ am Königsplatz

Riesenrad fahren auf dem Königplatz und danach einen prickelnden Schluck zu sich nehmen. Oder doch lieber in den Olympiapark, wo die Sommerbühne mit vielen Veranstaltungen wartet? Aktionen, Kultur, Konzerte, Brauchtum gibt es aber auch an verschiedenen Bühnen in der ganzen Stadt und selbstverständlich kommen auch die kids nicht zu kurz.
Info: hier

 

 

 

 

Die Eisenrieders mit der Skulptur des 1997 verstorbenen Schauspielers Helmut Fischer

Kuchen und Torten aus der hauseigenen Konditorei

Nach all den Aktionen keine Lust mehr auf weitere Wanderungen? Dann setzen Sie sich doch in die U-Bahn, steigen zum Beispiel an der Station Münchner Freiheit aus und setzen sich dort ins gleichnamige Café.
Karl Eisenrieder gründete es 1966 hier im Stadtteil Schwabing und es ist noch immer im Familienbesitz. Frühstück gibt es im Kult-Café den ganzen Tag, zum Beispiel mit „Ei Benedict“. Das Rezept und die Geschichte des Cafés finden Sie im Buch „München“ (s. unten) aus dem Christian Verlag. Im Sommer schmecken neben Kuchen und Torten auch die verschiedenen Eissorten. Erkennen Sie Helmut Fischer (li.), ein echtes Münchner Original? Der Schauspieler war gerne hier und so hat ihm Max Eisenrieder, der Chef, mit dieser Skulptur ein Denkmal gesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

München, 224 Seiten, ca. 150 Abbildungen
Christian Verlag, 29,99 Euro

Im Hofbrauhaus gibt es süffiges Bier und beste bayerische Spezialitäten

Doch natürlich gibt es noch viel mehr tolle Cafés, Restaurants, die Münchner Biergärten und das Hofbräuhaus (rechts) zu entdecken – im Buch (links) werden Sie bestimmt fündig. Die Autorin war auf der Suche nach der echten Münchner Küche, hat Geschichten der Besitzer aufgeschrieben und deren Lieblingsrezepte gesammelt. Ob Traditionswirtschaft in der vierten Generation oder Biergarten an Bord eines ausrangierten Ausflugsdampfers, hier wird neben leckerem Essen vor allem eines serviert: Herzlichkeit! Mehr als ein Kochbuch, ein Buch für alle, die München lieben und gerne mehr über seine Bewohner erfahren möchten.

 

 

 

 

 

 

 

Hier noch das Rezept für eine Spezialität, die auf keiner echt bayrischen Speisekarte fehlt und die Sie neben vielen anderen im Buch München finden.

Zum Obazda schmeckt eine „Breze“, eine Salzbrezel

Obazda (Aufstrich mit Käse)
250 g zimmerwarmer Käse (s. Tipp) zerkleinern und mit 50 g weicher Butter mit den Knethaken des Rührgerätes nicht zu fein verarbeiten – es sollen noch Käsestücke zu sehen sein. Einen Schuss Bier oder Sahne zugeben und alles gut vermischen. Mit einer fein gehackten Zwiebel, etwas Rosenpaprikapulver und Kümmelsamen würzen.
Dazu schmecken knusprige Salzbrezeln.
Tipp: Nehmen Sie für die Käsemischung ca. 2/3 reifen Camembert oder Brie und schneiden Sie die Rinde ab. Dazu 1/3 Romadur, von dem die Rinde nur abgekratzt wird.

 

 

 

 

 

Foto Buch, Rezept: Christian Verlag/Ingolf Hatz
Fotos München, Text: dmod